Drei Kontrabässe zu Gast im Kinderopernhaus

Kaspar Loyal, Otto Tolonen, Alf Moser

Foto: Angela Kröll

Am 30. Mai veranstaltete das Kinderopernhaus Lichtenberg in Zusammenarbeit mit der Staatskapelle Berlin wieder eines der beliebten Kindergesprächskonzerte im Kiez. Zu Gast waren mit Alf Moser, Otto Tolonen und Kaspar Loyal diesmal drei Kontrabassisten der Staatskapelle Berlin. „Boah, sind die aber groß“, staunten rund 70 Kinder über die wuchtigen Instrumente, die fast die gesamte Bühne im Theatersaal des Caritas Kinder- und Jugendzentrums Steinhaus ausfüllten.

 

Alf Moser, Otto Tolonen und Kaspar Loyal spielen vor jungem Publikum

Foto: Angela Kröll

Die Musiker und die Moderatorin Nadine Grenzendörfer von der Jungen Staatsoper erkundeten gemeinsam mit den Kindern, wie ein Kontrabass gespielt wird, wie man durch Abteilen der Saiten höhere Töne erzeugen kann und sie erläuterten, dass der Bogen, mit dem man über Saiten streicht, mit Pferdehaar bespannt ist. „Das tut dem Pferd nicht weh, die Haare wachsen wieder nach“, beruhigte Alf Moser. Die Kontrabassisten beeindruckten ihr junges Publikum auch mit den vielen weiteren Möglichkeiten, die sie zur Verfügung haben, um Töne aus ihren Instrumenten hervorzulocken, wie Zupfen, Klopfen oder Wischen.

Mitgebracht hatten die Künstler ein breitgefächertes Repertoire aus verschiedenen Epochen und Genres, um das Phänomen Zeit zu erforschen. Die jungen Zuhörer waren sich einig, dass Zeit etwas sehr unterschiedlich Empfundenes sein kann, dass sie manchmal leider viel zu schnell vergeht, etwa an Geburtstagen oder im Urlaub, und dann wieder quälend langsam vorübergehen kann, zum Beispiel beim Warten auf Weihnachten. Auch in der Musik spielt die Zeit eine wichtige Rolle, sie lässt vergangene Zeiten wiederaufleben, sie kann uns antreiben oder beruhigen, erklärte Nadine Grenzendörfer.

Neben Werken von Johann Sebastian Bach, Ignaz Pleyel, Fred Raymond und Paul Chihara erklangen auch »Die Forelle« von Franz Schubert sowie »Der Elefant« aus Camille Saint-Saëns‘ »Karneval der Tiere«, wobei die Kinder feststellten, dass sie mit den charakteristisch tiefen Kontrabass-Tönen vor allem große schwerfällige Tiere assoziieren. Zum Schluss durfte das natürlich das Lied von den »Drei Chinesen mit dem Kontrabass« nicht fehlen, in das alle fröhlich einstimmten.

Das Kinderopernhaus organisierte bereits zum vierten Mal ein Kindergesprächskonzert. „Wir wollen Kindern aus dem Kiez klassische Musik ganz natürlich näherbringen“, erläutert Regina Lux-Hahn, die Leiterin des Kinderopernhauses. Seit 2009 ist das Kooperationsprojekt des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin und der Staatsoper im Lichtenberger Stadtteil Frankfurter-Allee-Süd angesiedelt. Es ermöglicht Kindern von 8-12 Jahren, selbst Musiktheaterwerke zu erarbeiten, die sie dann im Bezirk Lichtenberg oder in der Staatsoper aufführen.

 

Die Kinder hören zu beim Gesprächskonzert

Foto: Angela Kröll

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